Doppelter Saum

In wenigen Schritten zum perfekten Saum

Oft braucht man ihn gar nicht, doch ab und an kommt man nicht umhin, einen zu arbeiten.

So z.B. um das Einrollen bei manchen Mustern zu verhindern, um Spannfäden zu verdecken oder bei sehr dünnen Garnen, um dem Ganzen mehr Festigkeit zu verleihen.

Nun kommt es bei diesem Saum aber oft zu dem Problem, dass er sich im Nachhinein

nach innen oder außen wellen kann oder die untere Kante ziemlich wulstig erscheint,

was sehr von der Garnstärke und dem gewählten Muster abhängt.

All dies lässt sich aber mit wenigen Schritten schon während des Strickens verhindern.

 

Folgendes Beispiel ist für einen doppelten, glatt rechts gestrickten Saum über 16 Reihen:

Wir beginnen also, indem wir die erste Saumbreite glatt rechts stricken,

d.h. die Anzahl an Reihen für die Breite, welche später nach innen gelegt wird.

Um später nun einen weniger auftragenden Saumrand zu erhalten,

stricken wir 7 Reihen glatt rechts und in folgender Rückreihe

( 8. Reihe / die Hälfte der gesamten Saumbreite )

die Maschen nicht links, sondern auch rechts.


Muetzen stricken

Anschließen wieder über weitere 8 Reihen glatt rechts stricken.

Auf diese Art haben wir jetzt eine schön flache Umbruchkante erhalten, welche zudem

auch eine erhebliche Erleichterung beim Annähen verschafft.

Muetzen stricken

Wer jetzt ganz sicher gehen möchte, dass er beim späteren Annähen nicht in der Reihe verrutscht,

zieht nun einfach einen kontrastreichen Faden durch die letzte Maschenreihe und

Muetzen stricken

Da ja nun nicht grundsätzlich von unten nach oben, sondern auch umgekehrt gestrickt wird,

unterscheidet sich hier die Arbeitsweise ein wenig.

Bei allen Arbeiten, welche von oben nach unten gestrickt werden, wird der kontrastreiche Faden

gleich beim Saumbeginn eingezogen.

Die Umbruchkante wird, wie oben auch, bei der halben Saumbreite gearbeitet.

Ist die komplette Saumbreite erreicht, haben wir nun 2 Möglichkeiten:

 Einen Faden durch alle Maschen ziehen und die Maschen einzeln annähen.

Diese Methode hat den Vorteil, dass es keinen Abkettrand gibt, der womöglich zu fest abgekettet ist.

Die 2. Möglichkeit wäre, alle Maschen abketten und dann annähen.

Für diese Methode gibt es gut geeignete Abkettränder. Dazu später mehr.

Gutes Gelingen!


 

 

 



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